KnowHow für eine Schülerzeitung: Bildrechte, Musikrechte, Datenschutz

Viele Schulen haben eine eigene Schülerzeitungs-AG: motivierte und kreative Schülerinnen und Schüler, die gerne schreiben, Fotos machen, Interviews durchführen usw. Während Schülerzeitungen früher nur als Printausgabe existierten und schulintern verteilt wurden, werden heutzutage mehr und mehr Schülerzeitungen zusätzlich als Online-Blog umgesetzt. Die Vorteile liegen auf der Hand: ein Blog ist kostengünstig, man man erreicht deutlich mehr Leserinnen und Leser und die Inhalte können interaktiver gestaltet werden, zum Beispiel mit ergänzenden Videos.

Aber wie sieht es eigentlich rechtlich aus? Worauf muss beim Veröffentlichen von Bildern und Videos aufgepasst werden, wen muss man vorher um Erlaubnis fragen und wie sichert man sich ab, keine Straftat wegen Urheberrechtsverletzung zu begehen? Und was ist überhaupt mit dem Datenschutz? Worauf gilt es bei einem Blog zu achten?

Mit einer breiteren Zielgruppe, die ein Blog erreicht, ist auch die Gefahr größer, für Verstöße belangt werden zu können. Für eine Schülerzeitungs-AG ist es daher unumgänglich, über Bildrechte, Urheberrechte und Datenschutz aufgeklärt zu werden.

Wir bieten zu diesem Thema eine interaktive Vorlesung an, die über die wichtigsten Bildrechte und den Datenschutz aufklärt und die Schülerinnen und Schüler aktiv einbindet. Nehmen Sie gerne unverbindlich mit uns Kontakt auf.

Lehrerfortbildungen in Berlin und Brandenburg – Medienkompetenz, Cybermobbing etc.

In Anbetracht steigender Probleme mit der Nutzung von WhatsApp & Co. muss die Medienkompetenz der Schüler gestärkt werden, darin sind sich viele einig. Oftmals wird dies den Schulen bzw. den Lehrkräften abverlangt. Doch viele Lehrer kennen sich selber nur unzureichend mit den aktuellen Problematiken rund um WhatsApp, Snapchat, YouTube & Co. aus. Spätestens wenn es um spezifische Fragen z. B. zu Urheberrechten geht, sind Lehrer häufig ratlos. Deshalb bieten wir medienpädagogische Workshops für Schüler an, um die Medienkompetenz frühzeitig zu stärken und Problematiken (wie Cybermobbing) vorzubeugen.

Eine andere Alternative besteht darin, die Medienkompetenz der Lehrer zu stärken, damit diese genügend Selbstvertrauen entwickeln, um selbstständig mit ihren Schülern solche Themen anzugehen. In den letzten zwei Jahren haben wir bereits mehrfach erfolgreiche Lehrer- und Erzieherfortbildungen durchgeführt.

Je nach Bedarf bieten wir zwei Varianten an:

1. Theoretische Fortbildung: Aufklärung über die wichtigsten aktuellen Themen in Form eines interaktiven Vortrages. Wir stellen aktuelle Probleme vor, erklären anhand einfacher Beispiele die wichtigsten Rechte (Urheberrecht und Recht am Bild) und vermitteln Tipps, wie man mit den verschiedenen Problemen umgehen könnte. Ziel dieser Fortbildung ist es, das Wissen rund um das Thema Medienkompetenz zu erweitern.

2. Praktische Fortbildung in Form eines Workshops: Wir führen mit Lehrern einen Workshop zu bestimmten Themenschwerpunkten (z. B. Thema Cybermobbing) durch, wie wir ihn auch mit Schülern durchführen würden. Die Lehrer lernen geeignete Methoden kennen und werden dazu angeregt, eigene Ideen zur Umsetzung zu entwickeln. Gemeinsam werten wir die Methoden einzeln aus, hinterfragen sie, kritisieren sie und entwickeln neue Ideen und Möglichkeiten.

Bei Interesse an einer solchen Fortbildung, kann gerne unverbindlich Kontakt mit uns aufgenommen werden.

Für Klein- und Vorschulkinder spielen Medien eine zentrale Rolle – Die Ergebnisse der miniKIM

Welche Rolle Medien bereits im Kindergarten-Alter spielen, belegt die vor kurzem erschienene miniKIM-Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest.

Im Altersverlauf verschieben sich die Nutzungspräferenzen. Die Mehrheit der Zwei- bis Dreijährigen können nicht auf Bücher verzichten. Für die Vier- bis Fünfjährigen ist das Lieblingsmedium der Fernseher. Der Computer und das Internet sind für die Zwei- bis Fünfjährigen kaum von Bedeutung.

Anhand der Studienergebnisse wird erneut deutlich, dass auch Medienpädagogik im Kindergarten-Alter nicht mehr wegzudenken ist. Die Aufklärung über Medien und die richtige Nutzung sollte daher so früh wie möglich beginnen - denn nur mit Wissen können Gefahren rechtzeitig abgewendet werden.

Hier ein kurzer Einblick in die interessantesten Ergebnisse aus der miniKIM:

Ergebnisse zur Fernsehnutzung
  • Vier von fünf der befragten zwei- bis fünfjährigen Kinder schauen mindestens einmal pro Woche fern (82 %), 12 % spielen mindestens einmal pro Woche. Computerspiele/Konsolen/Onlinespiele, 9 % benutzen mindesten einmal pro Woche das Handy/Smartphone und bereits 5 % nutzen mindestens einmal pro Woche das Internet.
  • Zudem sieht bereits ein Drittel der Zwei bis Dreijährigen jeden oder fast jeden Tag fern (32 %), und bereits die Hälfte der Vier bis Fünfjährigen (55 %).
  • Auch die Nutzungsdauer ist interessant: Vier- bis Fünfjährige sehen 52 Minuten pro Tag fern und die Zwei- bis Dreijährigen immerhin schon 34 Minuten.
  • 24 % der befagten Kinder sehen bereits alleine, d. h. ohne Begleitung der Eltern, fern. Und das entgegen der Empfehlung, gemeinsam mit Klein- und Vorschulkindern fernzusehen, um Kontakt mit ängstigenden oder ungeeigneten Inhalten zu vermeiden.
Nutzung von Computerspielen & Co.
  • Das Spielen am Computer, Konsole und Laptop ist für Klein- und Vorschulkinder weniger wichtig als für Schulkinder. Dennoch sind unter den Vier- bis Fünfjährigen schon ein Viertel Nutzer von digitalen Spielen (27 %), wenn auch nicht regelmäßig. Unter den Zwei- bis Dreijährigen sind es nur 4 %.
  • Beliebte Spiele der Zwei- bis Fünfjährigen sind: Super Mario, Mario Kart, Pokémon, Bob der Baumeister, aber auch Lego und die Sims (letztere haben keine USK 0 Freigabe).
Computer- und Internetnutzung
  • Bereits jedes 10. Kind unter den Zwei- bis Fünfjährigen nutzt bereits den Computer, von den Vier- bis Fünfjährigen hat schon jeder Vierte Erfahrungen mit dem PC gemacht (24 %), von den Zwei- bis Dreijährigen nur 6 %.
  • Bereits 5 % aller Kinder nutzen bereits regelmäßig das Internet.
  • Interessant ist, dass sechs von sieben Eltern der Zwei- bis Fünfjährigen sind der Meinung (86 %) sind, dass das Internet ist für Kinder gefährlich sei.
Ergebnisse zur Smartphone- und Tablet-Nutzung
  • Bereits 2 % aller Zwei- bis Dreijährigen sowie 2 % der Vier- bis Fünfjährigen besitzen ein eigenes Smartphone.
  • 23 % der Familien besitzen ein eigenes Tablet, aber nur 15 % der Zwei- bis Fünfjährigen haben bereits Erfahrungen mit Tablets gemacht.
  • 19 % der Kinder, deren Familien ein Tablet besitzen, nutzen dieses zumindest selten alleine. 32 % der Kinder nutzen es gemeinsam mit Eltern.
  • Das Tablet wird zumeist zum Spielen verwendet, aber auch zum Fotos/Videos ansehen oder zum Malen.
Hier können Sie die Ergebnisse der Studie im Detail nachlesen.

Medienpädagogik beginnt im Kindergarten

Zwar fangen die meisten Kinder erst in der Grundschule an, das Schreiben zu lernen. Dennoch beginnt Medienpädagogik schon weitaus früher. An einem Elternabend in Berlin Frohnau haben wir vergangene Woche mit Eltern von 2-5-jährigen Kindern darüber gesprochen, wann Kinder Medien bewusst wahrnehmen und sie zu nutzen beginnen. Denn schon frühzeitig nehmen Kinder das Fernsehen wahr, beginnen erste Sendungen zu schauen, blättern sich durch Bilderbücher oder "tatschen" auf dem Smartphone oder Tablet der Eltern rum. Dabei können sie schon ersten Gefahren begegnen: Bilder können Angst einjagen. Mit Musik untermalte Sendungen können eine Stimmungslage erzeugen, die nicht verstanden wird. Werbung im Fernsehen kann irritieren, da sie in dem Alter noch gar nicht als solche erkannt wird.

Oftmals ist die naheliegendste Lösung der Eltern, die Kinder am besten so lange wie möglich von solchen Medien fernzuhalten, da sie noch zu jung dafür sind. Wir sind jedoch der Meinung, dass man die Kinder von Anfang an in ihrer Mediennutzung begleiten kann, denn mit Medien lernen Kinder auch ihre Umwelt kennen. Zudem ist es in unserer Welt nahezu unmöglich, den Medien komplett auszuweichen. Am wichtigsten aus unserer Sicht: mit den Kindern sprechen. Das hat schließlich schon eine in den 70er Jahren durchgeführte Studie zur "Sendung mit der Maus" bewiesen. Kinder lernten tatsächlich etwas dazu. Aber nicht durch die Sendung selbst, sondern durch die Nachgespräche mit den Eltern und Forschern.

Auf Anfrage führen wir gerne einen medienpädagogischen Elternabend in Ihrer Kita/Ihrem Kindergarten durch.