Für Klein- und Vorschulkinder spielen Medien eine zentrale Rolle – Die Ergebnisse der miniKIM

Welche Rolle Medien bereits im Kindergarten-Alter spielen, belegt die vor kurzem erschienene miniKIM-Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest.

Im Altersverlauf verschieben sich die Nutzungspräferenzen. Die Mehrheit der Zwei- bis Dreijährigen können nicht auf Bücher verzichten. Für die Vier- bis Fünfjährigen ist das Lieblingsmedium der Fernseher. Der Computer und das Internet sind für die Zwei- bis Fünfjährigen kaum von Bedeutung.

Anhand der Studienergebnisse wird erneut deutlich, dass auch Medienpädagogik im Kindergarten-Alter nicht mehr wegzudenken ist. Die Aufklärung über Medien und die richtige Nutzung sollte daher so früh wie möglich beginnen - denn nur mit Wissen können Gefahren rechtzeitig abgewendet werden.

Hier ein kurzer Einblick in die interessantesten Ergebnisse aus der miniKIM:

Ergebnisse zur Fernsehnutzung
  • Vier von fünf der befragten zwei- bis fünfjährigen Kinder schauen mindestens einmal pro Woche fern (82 %), 12 % spielen mindestens einmal pro Woche. Computerspiele/Konsolen/Onlinespiele, 9 % benutzen mindesten einmal pro Woche das Handy/Smartphone und bereits 5 % nutzen mindestens einmal pro Woche das Internet.
  • Zudem sieht bereits ein Drittel der Zwei bis Dreijährigen jeden oder fast jeden Tag fern (32 %), und bereits die Hälfte der Vier bis Fünfjährigen (55 %).
  • Auch die Nutzungsdauer ist interessant: Vier- bis Fünfjährige sehen 52 Minuten pro Tag fern und die Zwei- bis Dreijährigen immerhin schon 34 Minuten.
  • 24 % der befagten Kinder sehen bereits alleine, d. h. ohne Begleitung der Eltern, fern. Und das entgegen der Empfehlung, gemeinsam mit Klein- und Vorschulkindern fernzusehen, um Kontakt mit ängstigenden oder ungeeigneten Inhalten zu vermeiden.
Nutzung von Computerspielen & Co.
  • Das Spielen am Computer, Konsole und Laptop ist für Klein- und Vorschulkinder weniger wichtig als für Schulkinder. Dennoch sind unter den Vier- bis Fünfjährigen schon ein Viertel Nutzer von digitalen Spielen (27 %), wenn auch nicht regelmäßig. Unter den Zwei- bis Dreijährigen sind es nur 4 %.
  • Beliebte Spiele der Zwei- bis Fünfjährigen sind: Super Mario, Mario Kart, Pokémon, Bob der Baumeister, aber auch Lego und die Sims (letztere haben keine USK 0 Freigabe).
Computer- und Internetnutzung
  • Bereits jedes 10. Kind unter den Zwei- bis Fünfjährigen nutzt bereits den Computer, von den Vier- bis Fünfjährigen hat schon jeder Vierte Erfahrungen mit dem PC gemacht (24 %), von den Zwei- bis Dreijährigen nur 6 %.
  • Bereits 5 % aller Kinder nutzen bereits regelmäßig das Internet.
  • Interessant ist, dass sechs von sieben Eltern der Zwei- bis Fünfjährigen sind der Meinung (86 %) sind, dass das Internet ist für Kinder gefährlich sei.
Ergebnisse zur Smartphone- und Tablet-Nutzung
  • Bereits 2 % aller Zwei- bis Dreijährigen sowie 2 % der Vier- bis Fünfjährigen besitzen ein eigenes Smartphone.
  • 23 % der Familien besitzen ein eigenes Tablet, aber nur 15 % der Zwei- bis Fünfjährigen haben bereits Erfahrungen mit Tablets gemacht.
  • 19 % der Kinder, deren Familien ein Tablet besitzen, nutzen dieses zumindest selten alleine. 32 % der Kinder nutzen es gemeinsam mit Eltern.
  • Das Tablet wird zumeist zum Spielen verwendet, aber auch zum Fotos/Videos ansehen oder zum Malen.
Hier können Sie die Ergebnisse der Studie im Detail nachlesen.

Ist ein eigener Straftatbestand für Cybermobbing die Lösung?

Das größte Problem des Cybermobbings (auch Cyberbullying genannt) ist der unklare und den meisten Leuten unbekannte Straftatbestand. Denn es gibt bisher keinen Paragraphen, der bei Cybermobbing greift. Zwar werden bei Cybermobbing-Vorfällen oftmals andere Straftaten begangen (wie Verletzung des Rechts am eigenen Bild, Verletzung des Urheberrechts, Verleumdung, Üble Nachrede, Beleidigung etc.), die dann auch greifen. Aber sowohl den Tätern, als auch den Opfern ist das zu Beginn oftmals gar nicht klar. Eine medienpädagogische Aufklärung darüber ist daher unabdingbar.

Da die vielen interaktiven Möglichkeiten des Web 2.0 aber immer wieder zu Cybermobbing-Vorfällen führen und die bisherige Aufklärung darüber noch lange nicht ausreicht, wurde nun schon mehrmals überlegt, Cybermobbing als eigene Straftat aufzunehmen. Denn obwohl Cybermobbing gerade unter Jugendlichen zunimmt, werden nur die wenigsten Fälle zur Anzeige gebracht.

Ein Artikel in der Tagesschau beschäftigte sich kürzlich mit der Idee, die die Justizminister der Länder vorschlagen: Cybermobbing sollte zum eigenen Straftatbestand werden. >>>Hier geht es zum Artikel (26.06.2014)

Medienlaune klärt in medienpädagogischen Workshops Schüler (5.-8. Klasse) über Cybermobbing, seine Ursachen und Folgen auf. Fragen Sie uns einfach unverbindlich an.

WhatsApp-Accounts sind Zuckerberg fast 50 Dollar wert

Die Nachricht war groß in den Schlagzeilen: Facebook kauft WhatsApp, und das für insgesamt 19 Milliarden Dollar. Damit ist WhatsApp's angekündigte Unabhängigkeit vorbei. Für viele ist es ein gruseliger Gedanke, da bisher nicht klar ist, was Facebook zukünftig mit WhatsApp anstellen will und warum es so viel Geld dafür ausgibt. Klar ist aber, es geht um die Nutzerdaten. Und die sind Facebook offenbar viel wert.

Wir haben mal einige interessante und durchaus widersprüchliche Artikel dazu gesammelt:

Gibt es Alternativen zu WhatsApp?

Natürlich gibt es sehr viele Messenger auf dem Markt. Da fällt es schwer, einen Messenger zu finden, der es mit WhatsApp und seinen Funktionen aufnehmen kann. Außerdem: alle sind bei WhatsApp - was nützt einem also ein neuer Messenger, wenn dort niemand meiner Kontakte ist? Das ist wohl eines der Hauptprobleme der Alternativen. Aber Wandel braucht eben Zeit.

Einer der empfehlenswerten Apps ist Threema: funktioniert verschlüsselt, ist sicherer und verfügt so ziemlich über dieselben Funktionen wie WhatsApp: Chat, Gruppenchat, Smileys, Verschicken von Fotos, Videos etc. Dafür werden aber keine Daten ausgelesen, keine Gespräche mitgeschnitten.

"Der entscheidende Unterschied: Threema bietet eine sogenannte asymmetrische Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Die garantiert, dass nur der Absender und der Empfänger die Nachricht lesen können. Die Verschlüsselung geschieht direkt auf dem jeweiligen Gerät. Dadurch sei sichergestellt, dass kein Dritter - nicht einmal der Serverbetreiber von Threema - die Inhalte der Nachrichten entschlüsseln könne, erklärt Kasper auf seiner Homepage." (Zitat, stern.de, 19.02.2014)

Mehr zu Threema und warum diese App durchaus eine Alternative zu WhatsApp darstellt, in folgendem Artikel vom 19.02.2014: >>> Warum Threema das bessere WhatsApp ist (stern.de)

WhatsApp, die „Superwanze“

Schon seit Wochen steht WhatsApp immer wieder in der Kritik. Denn was vielen Nutzern nicht bewusst ist: WhatsApp speichert Daten in Massen. "Ich hab eh nichts zu verbergen" lautet oftmals die beschwichtigende Ausrede der Nutzer. Und solange man nichts zu verbergen hat, ist es doch egal, wer was über einen weiß.

Falsch! In der Öffentlichkeit würden wir uns auch nicht so preisgeben. Das Problem am Internet ist: es geschieht dort unbemerkt. Wir bekommen es quasi gar nicht mit. Auch nicht, dass die App WhatsApp aber auch alle anderen Aktivitäten auf dem Handy speichert, mitschneidet und unter Umständen sogar Telefongespräche mithört. >>>In der WAZ ist dazu ein interessantes Interview erschienen (18.02.2014).