Workshops zu Chat-Apps haben große Nachfrage

Während vor zwei Jahren noch soziale Netzwerke wie Facebook im Mittelpunkt standen, sind es heute Chat-Apps, vor allem WhatsApp, die für Kinder und Jugendliche nicht mehr wegzudenken sind. Das Problem besteht darin, dass sie mit solchen ChatApps sehr viel leichtfertiger umgehen als mit Facebook, da die Apps ihnen das Gefühl eines sicheren und geschützten Raumes geben. Wurde zuvor in Netzwerken viel zu oft "öffentlich gepostet", bleibt es in Chat-Apps ja schließlich innerhalb der Gruppe. Gerade wegen dieser oftmals zutage tretenden Leichtigkeit kommen Cybermobbing- aber auch Sexting-Fälle immer häufiger vor.

In zwei 6. Klassen in Schildow bei Berlin haben wir daher medienpädagogische Workshops durchgeführt, in denen die Kindern einen verantwortungsvollen Umgang mit Chat-Apps erlernt haben. Gemeinsam haben sie erarbeitet, wie Chat-Apps funktionieren und inwiefern sich über Chat-Apps verschickte Inhalte von persönlich mitgeteilten Informationen unterscheiden. Sie haben ein Verständnis für die Öffentlichkeit des Internets entwickelt und begreifen, was sich hinter der Aussage "Das Internet vergisst nicht" verbirgt. Darüber hinaus haben sie über Rechte und Rechteverletzungen diskutiert und damit einhergehend erkannt, wie schnell aus einem anfänglichen Spaß Cybermobbing werden kann bzw. wie schnell ein privates Bild in falsche Hände gelangen kann. Abschließend haben die Kinder ihre gewonnenen Erkenntnisse reflektiert und in Gruppen überlegt, wie sie selbst jüngere Chat-App-Einsteiger optimal darauf vorbereiten könnten.

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