Ist Cybermobbing Teil des Erwachsenwerdens?

In Zusammenarbeit mit "KUL unterwegs" und dem "MKZ Die Lücke | Kiezspinne FAS e.V." haben wir im Juni und im August insgesamt drei medienpädagogische Workshops zum Thema Cybermobbing mit 7./8. Klassen in Berlin durchgeführt.

Resonanz: ein nach wie vor schwieriges Thema mit Jugendlichen, da sie von der Thematik einerseits gelangweilt sind, andererseits das Thema Cybermobbing an Schulen mittlerweile so selbstverständlich für sie geworden ist, dass man den Eindruck gewinnen könnte, es gehöre zum Erwachsenwerden dazu. Innerhalb einer Schulklasse sind mittlerweile mehrere Kinder schon selbst von Cybermobbing betroffen gewesen - sogar schon in der Grundschule. Das Wissen darüber, dass Cybermobbing nichts Gutes ist und von Lehrern und Eltern nicht befürwortet wird, ist bereits vorhanden. Jedoch mangelt es noch sehr stark am Verständnis der jungen Internetnutzer für die Tragweite des Internets und für Öffentlichkeit in sozialen Netzwerken. Viel zu oft wird unterschätzt, wie groß die Reichweite von im Internet veröffentlichten Äußerungen, Bildern etc. ist.

Eine einfache Rechnung verdeutlicht dies: Wieviel Facebook-Freunde hast du etwa? 150. Und wieviel Facebook-Freunde haben deine Freunde im Durchschnitt? Sagen wir mal 100. Eine gepostete Nachricht, die "nur" für Freunde von Freunden sichtbar ist - wieviele lesen diese?

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